Dein Deutschland Ratgeber

Deutschland besser verstehen und sich besser integrieren.

  • Sprache lernen: Die Sprache ist ein wichtiger Baustein für den Alltag in Deutschland. Es ist daher wichtig, dass du mit echtem Willen daran arbeitest, Deutsch gut und flüssig zu lernen – unabhängig von deinem Alter. Ohne die Sprache wirst du immer als „anders“ wahrgenommen. Wenn du noch lernst, sag das den Menschen um dich herum. Sie werden sehen, dass du dich bemühst und Geduld mit dir haben.

  • Mimik und Lächeln: Ein freundliches Lächeln ist oft der erste Schritt, um Vertrauen aufzubauen. Auch wenn es dir nach schwierigen Erlebnissen vielleicht nicht immer leichtfällt, versuche zu lächeln. Es zeigt anderen, dass du offen und friedlich bist.

  • Stimme und Sprechweise: Eine sanfte und freundliche Stimme erleichtert das Kennenlernen. Achte darauf, freundlich und ruhig zu sprechen – gerade am Anfang, wenn du neue Leute triffst. Eine hohe oder sanfte Stimme wirkt oft einladender, während eine tiefe oder sehr laute Stimme einschüchternd wirken kann.

  • Körpersprache und Auftreten: In Deutschland wird ein eher ruhiges Auftreten geschätzt. Gehe nicht zu selbstbewusst oder breitbeinig; das kann schnell als einschüchternd wirken, auch wenn du es gar nicht so meinst.

  • Lautstärke: Ruhe ist in Deutschland sehr wichtig, besonders nach 22:00 Uhr in Wohngebieten. Achte darauf, eher leise zu sprechen und zu lachen. Abends sollte auch die Musik in einer Wohnung leise sein.

  • Ordnung und Sauberkeit: Sauberkeit und ein gepflegtes Auftreten sind in Deutschland hoch angesehen. Achte daher auf saubere Kleidung, gekämmte Haare und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Auch eine ordentliche Wohnung wird als selbstverständlich angesehen.

  • Rechtschreibung in schriftlicher Kommunikation: Wenn du Nachrichten oder E-Mails schreibst, achte auf korrekte Rechtschreibung. Apps und Online-Übersetzer wie Google Translate können dir dabei helfen. Das zeigt, dass du die deutsche Sprache respektierst und sorgfältig damit umgehst.

  • Regionale Vielfalt: Deutschland besteht aus 16 Bundesländern, und jede Region hat eigene Besonderheiten. In Hamburg grüßt man zum Beispiel mit „Moin“, während in Bayern bei Festen oft traditionelle Kleidung wie Lederhosen getragen wird. Informiere dich über regionale Unterschiede, um dich besser auf die jeweilige Kultur einzustellen.

  • Kostenlose Online-Ratgeber nutzen: Online-Programme wie ChatGPT bieten dir wertvolle Unterstützung bei Fragen zu Alltags-, Gesellschafts- oder Rechtsfragen. Beachte aber, dass auch solche Programme Fehler machen können. Wenn es um wichtige Themen geht, recherchiere am besten zusätzlich selbst.
  • Pünktlichkeit: Pünktlichkeit ist in Deutschland sehr wichtig und wird als Zeichen von Respekt und Verlässlichkeit angesehen. Wenn eine bestimmte Uhrzeit für ein Treffen festgelegt ist, wird erwartet, dass du genau zu dieser Zeit erscheinst. Selbst eine Verspätung von ein bis zwei Minuten kann unhöflich wirken. Die genauen Erwartungen können je nach Anlass variieren, aber generell gilt: Sei lieber ein paar Minuten früher da, um pünktlich zu sein.

  • Respekt für persönliche Freiheit: In Deutschland wird der persönliche Freiraum sehr geschätzt. Anders als in manchen Kulturen, wo Einmischung als fürsorglich oder interessiert empfunden wird, wird es hier oft als unerwünschte Einflussnahme verstanden. Daher ist es ratsam, die Entscheidungen und den persönlichen Raum anderer zu respektieren und sich nur einzumischen, wenn du darum gebeten wirst. Das hilft, ein gutes Verhältnis zu anderen zu wahren und als respektvoll wahrgenommen zu werden.

  • Rechtsstaatlichkeit vor Gericht: In Deutschland entscheiden Gerichte unabhängig und unparteiisch. Das gilt für beide Parteien. Du kannst darauf vertrauen, dass du weltweit gesehen ein sehr faires und gerechtes Verfahren erlebst. In der Regel ist Deutschland ein fairer und integrer Staat, der beide Seiten gleich behandelt. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass es immer so läuft. Für Ausländer, insbesondere Asylsuchende, kann es schwierig sein, sich finanziell durchzusetzen, da sie oft wenig Geld haben. Vor Gericht musst du oder ein Anwalt für dich einstehen. Deshalb ist es wichtig, Gerichtsverfahren ernst zu nehmen und sich gut vertreten zu lassen – sowohl durch einen kompetenten Anwalt als auch durch ausreichende finanzielle Mittel. Falls du in rechtliche Schwierigkeiten kommst, nimm dir nach Möglichkeit einen Anwalt. Wenn du mittellos bist, suche selbst im Internet oder frage eine GPT basierte künstliche Intelligenz um Rat.
  • Respektiere alle Menschen: In Deutschland ist es ein grundlegendes Prinzip, dass jeder Mensch so leben darf, wie er möchte. Das bedeutet, dass Menschen unterschiedliche Geschlechter und Lebensweisen haben können. Es gibt beispielsweise Männer, die sich als Frauen identifizieren und Menschen, die homosexuell leben. Auch wenn diese Vielfalt in deiner Heimat vielleicht weniger verbreitet ist, ist es wichtig, dies in Deutschland zu akzeptieren und zu respektieren. Wenn du selbst Wert auf Respekt und Akzeptanz legst, solltest du dies auch anderen entgegenbringen. Vorurteile gegenüber anderen Lebensweisen führen oft auch zu Vorurteilen gegenüber Ausländern. Gegenseitige Toleranz ist daher ein wichtiger Baustein für ein friedliches Miteinander.

  • Gleichstellung von Frauen: Frauen sind in Deutschland gleichgestellt und tragen in wichtigen gesellschaftlichen und beruflichen Positionen Verantwortung. Es ist nicht ungewöhnlich, eine Frau als Vorgesetzte zu haben, und ihre Leistung und Kompetenz werden genauso geschätzt wie die von Männern. Wenn du Schwierigkeiten hast, dies innerlich zu akzeptieren, kann das dein berufliches Fortkommen negativ beeinflussen, da Gleichberechtigung hier als selbstverständlich gilt.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:
Das deutsche Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Es legt die Grundrechte der Bürger und die Struktur des Staates fest und wurde 1949 eingeführt, um Demokratie, Frieden und den Rechtsstaat zu sichern. Die ersten 19 Artikel sind den Grundrechten gewidmet und bieten Schutz und Freiheit für jeden in Deutschland. Dazu gehören die Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit – die Grundlagen der deutschen Gesellschaft. Diese Grundrechte sind dauerhaft geschützt und können nicht verändert werden.

Fünf wichtige Besonderheiten des Grundgesetzes im Vergleich zu anderen Verfassungen:

      • Unantastbarkeit der Menschenwürde:
        Die Menschenwürde steht an erster Stelle im deutschen Grundgesetz (Artikel 1) und ist unveränderlich. Selbst durch Gesetzesänderungen kann dieser Grundsatz nicht abgeschafft werden, was ihn in Deutschland besonders schützt.

      • Umfassende Grundrechte für alle:
        Die Grundrechte im Grundgesetz gelten für jeden Menschen in Deutschland, unabhängig von der Staatsangehörigkeit. In vielen anderen Ländern sind Grundrechte oft weniger detailliert und gelten nur eingeschränkt.

      • Föderales System:
        Deutschland ist ein föderaler Staat, aufgeteilt in 16 Bundesländer, die jeweils eigene Gesetze und Parlamente haben. Die Verteilung der Macht zwischen Bund und Ländern ist im Grundgesetz festgelegt. In zentralistisch organisierten Ländern wie Frankreich gibt es hingegen keine starken Regionalparlamente.

      • Ewigkeitsklausel:
        Artikel 79, Absatz 3 des Grundgesetzes enthält eine „Ewigkeitsklausel“. Bestimmte Grundprinzipien, wie die Grundrechte und die föderale Staatsstruktur, dürfen nicht geändert werden. Diese Form des dauerhaften Schutzes ist weltweit selten.

      • Parlamentarisches System und Kanzlerwahl:
        Im deutschen System wird der Bundeskanzler vom Bundestag gewählt und nicht direkt vom Volk, wie es in präsidentiellen Systemen, etwa in den USA, der Fall ist. So bleibt die Exekutivgewalt in Deutschland enger an das Parlament gebunden.


Diese Besonderheiten zeigen, wie einzigartig das Grundgesetz im internationalen Vergleich ist und wie stark der Schutz der Grundrechte und die föderale Struktur verankert sind.

  • Religiöse Vielfalt: In Deutschland herrscht eine große religiöse Vielfalt, und jede Person hat das Recht, ihren Glauben frei zu wählen und auszuüben. Die verbreitetsten Religionen sind das Christentum, der Islam und das Judentum. Daneben gibt es auch viele Menschen, die dem Hinduismus, Buddhismus oder anderen Glaubensrichtungen angehören. Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel sowie weitere Gebetsräume stehen zur Verfügung, um religiöse Traditionen zu pflegen. Religionsfreiheit ist ein wichtiges Grundrecht und wird in Deutschland stark respektiert. Auch die Entscheidung, keiner Religion anzugehören, wird anerkannt und gehört zur deutschen Gesellschaft.

  • Judentum in Deutschland: Das Judentum genießt in Deutschland hohen Respekt und Anerkennung. Die jüdische Gemeinschaft ist ein sehr geschätzter Teil der deutschen Gesellschaft, und die religiöse Vielfalt wird als wertvolle Bereicherung angesehen. Deutschland legt großen Wert auf die Achtung aller Religionen – auch wenn es Unterschiede zu deinen eigenen kulturellen Erfahrungen gibt. Der Respekt gegenüber dem Judentum und seinen Traditionen ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern auch ein Ausdruck der gemeinsamen Werte von Toleranz und Gleichberechtigung. Ein harmonisches Zusammenleben erfordert Verständnis, Versöhnung und die Anerkennung anderer Glaubensrichtungen. Mehr als 6 Millionen Juden wurden während der NS-Zeit ermordet. Die deutsche Vergangenheit hat ein tiefes Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes von Jüdinnen und Juden geschaffen. Dieser Respekt trägt dazu bei, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen und eine offene, vielfältige Gesellschaft zu fördern, in der sich jeder sicher und willkommen fühlt.

    • Heilig sind zum Beispiel:
      • Die Tora: Die heiligste Schrift des Judentums, die die Gesetze und Lehren enthält, nach denen Juden leben. Sie ist der zentrale Bestandteil des jüdischen Glaubens und der Praxis.
      • Der Glaube an Gott: Der monotheistische Glaube ist fundamental im Judentum. Juden glauben an einen allmächtigen und allwissenden Gott, der die Welt erschaffen hat und mit den Menschen in Beziehung steht.
      • Die Einhaltung der Mitzwot: Es gibt 613 Gebote (Mitzwot), die das jüdische Leben leiten. Diese Gebote fördern moralisches Verhalten, ethisches Handeln und eine enge Beziehung zu Gott.

    • Wichtige Feiertage sind zum Beispiel:
      • Rosch Haschana: Das jüdische Neujahrsfest ist eine Zeit der Reflexion und des Neubeginns. Es wird gefeiert, indem man den Klang des Schofars (Widderhorn) hört, was den Aufruf zur Buße symbolisiert. Familien kommen zusammen, um festliche Speisen zu genießen, darunter Äpfel mit Honig, die für ein süßes neues Jahr stehen.
      • Jom Kippur: Der Versöhnungstag ist der höchste Feiertag im Judentum, der der inneren Reflexion und Buße gewidmet ist. An diesem Tag fasten Juden, beten und bitten um Vergebung für ihre Sünden. Es ist eine Zeit der spirituellen Erneuerung und des persönlichen Wachstums.
      • Sukkot: Dieses Erntedankfest feiert die Erntezeit und erinnert an die Wüstenwanderung. Es wird in einer Sukkah (Laubhütte) gefeiert, die die Vergänglichkeit des Lebens symbolisiert. Familien verbringen Zeit miteinander in der Sukkah, essen und beten dort, was Gemeinschaft und Dankbarkeit fördert.

  • Nächstenliebe und Friede statt Hass:  Vielleicht hast du erlebt, dass in deiner Heimat andere Religionen kritisiert oder Unfrieden gestiftet wird. Hass kann einen wie ein starker Sog erfassen. Lass dich nicht von solchen Einflüssen oder Gefühlen mitreißen. Wenn du Wut oder Ablehnung verspürst, versuche, dich auf Liebe, Fürsorge, Dankbarkeit und Positives zu konzentrieren. Es wird immer Menschen geben, die Hass verbreiten oder sich unfair verhalten. Doch es gibt noch viel mehr Menschen, die Gutes tun und Nächstenliebe und Respekt fördern. Manchmal mag dir die Welt ungerecht erscheinen – und das ist manchmal auch wahr. Vielleicht hast du auch schmerzhafte Verluste erlebt. Im Internet sieht man oft schlimme Dinge, und es ist nicht immer klar, was echt ist und was nicht. Manche Informationen und Bilder können gezielt verbreitet oder manipuliert sein. Deshalb ist es wichtig, alles aufmerksam zu betrachten. Religionen führen keine Kriege – Menschen tun das. Konflikte gibt es seit der Menschheitsgeschichte. Finde deinen Weg, dich von Hass zu lösen und dich für Nächstenliebe und Frieden einzusetzen. Hass hat in der Vergangenheit immer wieder zu schrecklichen Ereignissen geführt, wie die Geschichte uns unzählige Male gelehrt hat.

  • Hass und Krieg sind Hauptursache für Asyl: Hass und Krieg in deiner Heimat sind die Gründe für dein Asyl. Diese Konflikte bringen nicht nur Tod und Zerstörung, sondern schädigen auch die wirtschaftliche, gesellschaftliche und moralische Stabilität eines Landes. Möglicherweise wirst du auch aus anderen Gründen verfolgt, wie beispielsweise aufgrund deiner politischen Ansichten oder deiner Religion. Lass nicht zu, dass der Hass oder der Krieg, den du hinter dir gelassen hast, weiterhin deine Gedanken bleiben. In Deutschland bist du sicher. Nutze diese Chance, um eine neue, liebevolle Perspektive auf das Leben zu entwickeln.
  • Hilfsbereitschaft zeigen: Eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Anerkennung zu gewinnen, ist, anderen aktiv Hilfe anzubieten. Wenn du zum Beispiel siehst, dass eine Kollegin etwas Schweres trägt, frag freundlich, ob du ihr helfen darfst. Achte jedoch darauf, dass du vorher um Erlaubnis fragst und ihre Entscheidung respektierst.

  • Ehrenamtliches Engagement: In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. In deiner Region findest du sicher Projekte oder Organisationen, bei denen du mithelfen kannst. Auch kleine Gesten wie Müllsammeln im Park sind wertvoll, denn Sauberkeit wird in Deutschland sehr geschätzt. Ein solches Engagement ist hier ehrenvoll. Hab Mut, dich einzubringen und neue Ideen umzusetzen.

  • Vereine beitreten: Vereine sind ein wichtiger Teil des deutschen Alltags und bieten dir die Möglichkeit, Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen. Ob Sport, Musik, Freiwillige Feuerwehr oder Kinderhilfe – die meisten Vereinsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und teilen gerne ihre Freizeit. Manche Vereine, wie Musik- oder Sportvereine, sind sehr offen und herzlich, während andere, wie z.B. Jagdvereine, oft traditioneller und etwas verschlossener sind. Wähle einen Verein, der zu dir und deinen Interessen passt.

  • Sprachcafés besuchen: In vielen Städten gibt es Sprachcafés, in denen Freiwillige Asylsuchenden beim Deutschlernen helfen. Hier kannst du kostenlos hingehen, deine Sprachkenntnisse verbessern und Kontakte knüpfen. Solche Cafés sind ein toller Ort, um die Sprache zu üben und gleichzeitig neue Menschen kennenzulernen.
  • Mögliche Konflikte in Deutschland: Die meisten Menschen in Deutschland sind friedlich und offen. Es kann aber passieren, dass es eine kleine Gruppe von Menschen gibt, die Vorurteile gegenüber Ausländern haben. Selbst wenn nur 1 % der Bevölkerung so denkt, könnten das bei 10.000 Menschen immer noch 100 Personen sein, mit denen ein Konflikt entstehen kann. Darum ist es wichtig, darauf vorbereitet zu sein und zu wissen, wie man solchen Konflikten begegnet.

  • Erwartungen an das Leben in Deutschland: Deutschland hat in den letzten Jahren viele Menschen mit guten Absichten aufgenommen. Es ist ein großartiges Land, das grundsätzlich offen und hilfsbereit ist. Trotzdem gibt es mittlerweile vermehrt kritische Stimmen gegenüber Geflüchteten, da einige das Gefühl haben, dass die Hilfsbereitschaft Deutschlands ausgenutzt wird. Diese negative Stimmung kann auch dir gegenüber aufkommen, selbst wenn du als geflüchtete Person ehrlich und respektvoll bist. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass man in Deutschland oft als Gast angesehen wird und vielleicht eines Tages zurückkehren muss, wenn das Asyl endet. Mit Glück erhältst du ein Bleiberecht, aber wenn nicht, ist es hilfreich, auf das Schicksal vertrauen zu können.

  • Wie Konflikte oft verlaufen: In Deutschland werden Konflikte meist indirekt und zurückhaltend ausgetragen. Man spricht selten offen über Probleme und lässt sie oft „aussitzen“. Wer gute Kontakte hat, kann im Vorteil sein, auch wenn er nicht im Recht ist. Anders als in einigen anderen Kulturen, in denen offener Austausch geschätzt wird, wird zu viel Offenheit in Deutschland manchmal als aggressiv wahrgenommen. Es kann helfen, Konflikte ruhig und sachlich zu lösen.

  • Konflikte zwischen Deutschen und Ausländern: Wenn ein Konflikt zwischen einem Deutschen und einem Ausländer besteht, kann es vorkommen, dass der Ausländer in einer schwächeren Position ist, selbst wenn er im Recht ist. Einige Menschen könnten versuchen, dich unter Druck zu setzen. Sei darauf vorbereitet und bleibe ruhig.

  • Konflikte vermeiden: Versuche, Konflikte so gut wie möglich zu vermeiden. Auch wenn es schwerfällt, halte dich in problematischen Situationen zurück. Beobachte, wie andere Menschen reagieren. Wer Konflikte mit Ruhe und Selbstbeherrschung angeht, wird eher respektiert. Suche ein direktes Gespräch mit der betreffenden Person und bleibe sachlich.

  • Goldene Regel für Feedback: Wenn du Feedback geben möchtest, tue das achtsam. Die folgenden Schritte können dabei helfen:
        1. Beschreibe nur, was du beobachtet hast, ohne zu bewerten. Beispiel: „Ich habe bemerkt, dass dein Gesicht zornig aussah.“
        2. Erkläre, wie du dich dabei gefühlt hast. Beispiel: „Ich hatte das Gefühl, dass du vielleicht zornig bist und ich hatte Angst.“
        3. Drücke aus, was du dir wünschst. Beispiel: „Sag mir das nächste Mal gerne direkt, wenn du verärgert bist.“

  • Schriftliche Konflikte vermeiden: Alles, was du schriftlich festhältst, kann gegen dich verwendet werden. Wenn möglich, vermeide es, Konflikte über Textnachrichten, Briefe oder E-Mails auszutragen. Persönliche Gespräche sind meist besser und sicherer.

  • Der persönliche Kontakt ist oft besser: Viele Menschen in Deutschland haben keine Vorurteile gegenüber Ausländern, aber sie könnten sich durch ihre Umgebung beeinflussen lassen. Ein ausländisch klingender Name kann leider Vorurteile auslösen. Wenn du eine Wohnung oder einen Job suchst, versuche, dich persönlich vorzustellen. Ein freundlicher Händedruck, ein Lächeln und Offenheit können oft helfen, Vorbehalte abzubauen.

  • Vorteil durch gute Vorbereitung: In Deutschland ist es wichtig, sich gut auf Gespräche und Termine vorzubereiten. Schreibe auf, was du sagen möchtest, und bringe alle wichtigen Unterlagen mit. Zeige, dass du strukturiert und zuverlässig bist – das wird dir viele Chancen eröffnen.